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Södra Stugby

Unsere Schwedenfahrt 2018

Alles lief gut an.
Die Anmeldeliste der Bewohner fllte sich schnell, bald standen 30 Bewohnernamen darauf.
Einige Namen waren etliche Male durchgestrichen, letztendlich dann doch klar als Mitreisende erkennbar.
 
Bei den Mitarbeitern gab es auch groes Interesse, allerdings passte der Termin einigen "erfahrenen Schwedenreisenden" nicht und so mussten die "Neuen Schwedenurlauber" ran. Warum auch nicht? Wir sind 4 Frauen, alle schon etliche Male dabei, und vier Mnner, einer kennt sich aus auf dieser Fahrt. Naja. Das Engagement der Mitarbeiter bei den Vorbereitungen ist wie jedes Jahr riesig und alles geht seinen Gang: Die Betreuer werden angeschrieben, die Ausweise auf Aktualitt berprft und eventuell verlngert, es gibt fr jeden Bewohner einen Finanzplan, immerhin mssen 150 fr die Fahrt bezahlt werden und jeder Bewohner mchte sich auch gern in Schweden etwas Besonderes gnnen. Die Bekleidung wird auf outdoortauglichkeit berprft und gegebenenfalls ergnzt, also bei allen. Die Auslandskrankenversicherung wird fr alle abgeschlossen, die Htten in Asarum sind schon seit letztem Jahr reserviert, ebenfall die Busse fr die Hin-und Rckfahrt.
Es gibt 14 Huser fr und und 3 T5 Busse sind gemietet, das klingt nicht gut. Einen Bus haben wir selbst, aber 4 Busse fr 38 Personen, wie das?
Garnicht. Die Miete eines zustzlichen Busses gestaltet sich schwierig, beim Endlostelefonieren schickt jeder Angerufene mich zu einem Anderen, der vielleicht noch einen Leihwagen fr uuns hat. Endlich finde ich noch einen Bus in der Nhe, mache den Vertrag und bin sehr erleichtert. Das ist gut gelungen.
 
Nicht ganz, beim Abholen erweist sich der VW Bus als sehr trge, schon ohne Passagiere und Gepck. Gepck? Dafr gibt es keinen Platz.
Also, der Bus ist nicht kompatibel mit unseren Bedrfnissen. DER GEHT NICHT. Das merken wir am Sonnabend morgen 10 Uhr.
Es wird hektisch. ber Stunden versuchen wir mit mehreren Personen, einen anderen Bus zu finden. Alle haben "Vitamin B", es hilft nicht, wo kein Bus da ist, knnen wir keinen Bus mieten.
 
Eine Firma rufen wir 1x an, Absage, dann fahren zwei von uns hin, Absage, dann ruft der Richtige an, siehe da, es gibt einen Bus fr uns.
Problem gelst, abend um 18 Uhr.
Abfahrt Sonntag morgen 5.55 Uhr.
Vor einiger Zeit besuchte uns ein ehemaliger Zivi, der uns wrend seiner Zivildienstzeit auf der Schwedenuraubsrese begleitet hatte. Er hatte seine Sache dabei sehr gut erledigt, also ist er quasi ein alter Schwedenreiseprofi, dann sagt er auch noch: ich wrd gern mitfahren.... und so kommt es dann auch. Alle freuen sich.
 
Sonntagmorgen stehen alle so gegen 4 Uhr auf, nur nicht die Bewohner, die die Nacht durchgemacht haben. Eine Bewohnerin mchte am Morgen noch gern die eine oder andere Tasche zustzlich mitnehmen. Das geht nicht, die Packerei am Tage zuvor war eine logistische Meisterleistung, alles ist verpackt, kein Stauraum mehr ber. Dann will die Bewohnerin nicht mehr mitfahren, es bedarf etlicher Energie, damit doch noch Reiselust aufkommt, auch ohne das zustzliche Gepck.
 
5.56 Uhr fhrt die Kolonne los, sie besteht aus 5 Bussen und einen Golf, der Zivi passte nicht mehr in die Busse, er fhrt nun mitten in dem Konvoi mit. Wir haben gutes Wetter, sehr warm, die Hunde sind im Bus ohne Klimaanlage untergebracht und finden es sehr hei.
Es gibt aber keinen der erwarteten Staus und trotz der stndlichen Pause kommen wir gut voran. In Reinfeld ist das Personal von McDonalds informiert, unsere Bestellungen sind schon gemailt und als wir ankommen, ist alles fr uns bereit.
Superkomfort, danke an die Mitarbeiter.


Die Fhre ist dieses mal auch kein Problem fr uns, niemand dekompensiert, die See ist ruhig, ein Bewohner glaubt bis zur Ankunft nicht, dass die Fhre abgelegt hat... Die Fahrt durch Dnemark verluft vllig ohne Stress, wir sind tatschlich ein wenig gelassen.
An der schwedischen Grenze werden wir angehalten und alle Ausweise werden gecheckt, macht nichts, alles war ja okay. Kurz bevor wir in Asarum ankommen, wird das erste Mal gefragt. "Wann sind wir da?" und es macht tierisch Spa, zu sagen, in einer Viertelstunde und so ist es auch. 20 vor 5 Uhr sind wir hier. Alle Busse werden ausgeladen und auf die Huser verteilt, ein Haus fr 4 Personen ist leider nur eines fr zwei Personen, es gibt nicht mehr Betten, aber die Situation ist schnell gelst, ohne die Mithilfe der Mitarbeiter.
Abend treffen wir uns zum Dokumentieren, besprechen kurz den Plan fr Montag, dann endlich ins Bett.
 
Die Nacht ist absolut ruhig, niemand braucht Hilfe und so beginnt der Montag in aller Ruhe. Unser Brtchenholer fhrt wie jedes Jahr mit dem Fahrrad los, ein echter Profi. Wir frhstcken dann lecker in aller Ruhe, dann geht es zur Bank, Geld wechseln, die Gebhr frs Wechseln ist 200 Kronen, egal, wieviel oder wenig Geld. Eigentlich drfte die Bank nicht soviel Euro wechseln wie wir anfragen, aber es klappt, weil sie beide Augen zudrcken.
An sich wird in Schweden nicht mehr viel Geld beim Einkauf benutzt, man zahlt mit Karte, selbst die Kinder im Kiosk, wenn sie sich Lutscher kaufen. Aber bei uns geht es nicht so gut, weil viele kein eigenes Konto mit Karte besitzen. Also bar, da behlt man auch - jedenfalls theoretisch- die bessere bersicht.
 
Mittags machen fast alle einen Begrungsgang durch den Wald zum nchsten See, dem Lilla Kroksj, wunderschn wie immer. Alle sind ziemlich gut zufuss, die Strecke wird recht mhelos bewltigt. Das war frher so anders.
 
Dann knnen die Bewohner ihr Geld tauschen und endlich fahren wir einkaufen. Bei manchem Bewohner war der Einkaufskorb so voll, dass das Portemonnaie nicht gut genug gefllt war und wir aushelfen mssen. Kaffee, Pizza und Chips sind die Renner.
 
Spter kocht ein Haus Spaghetti Bolognese und vegetarisch, immerhin fr fast 40 hungrige Urlauber, die anderen Bewohner ruhen aus, fahren mit dem Kanu, angeln und haben nach einer Minute Erfolg, treffen sich zum Kaffee, stricken, schlafen - eben Urlaub.

Das Essen findet an der groen Feuerstelle statt. Feuer drfen wir aber verstndlicherweise nicht machen, es hat sehr lange nicht geregnet und es herrscht akute Waldbrandgefahr. Der ganze Campingplatz staubt ungemein, der Rasen ist braun und die Blumen lassen die Kpfe hngen.
 
 
Mittwoch, 13.06.2018
 
Als wir gerade die Nachricht hochgeladen hatten, dass alles ruhig und entspannt sei, nderte sich die Situation schlagartig.
Ein Mitarbeiter kam abends mit der Aussage: in meiner Htte ist ein Bewohner, der muss, glaube ich, ins Krankenhaus.
 
Seine Aussage erwies sich als theoretisch richtig.
Wir konsultierten eine rztin in Deutschland, schickten Bilderund baten um Rat. Der Rat war abends gegen neun Uhr: Er Bewohner muss umgehend ins Krankenhaus und operiert werden. Sptestens morgen soll die Operation erfolgen.
Das Krankenhaus in Karlshamn ist ab 18.00 Uhr fr Notaufnahmen geschlossen. Dafr muss man dann nach Karlkrona fahren. Damit haben wir Erfahrungen, etliche. Also lieber nicht.
Deutschland? Syke? zu Hause? Bassumer Krankenhaus? Die Herfahrt war fr unsere Verhltnisse schnell, von 6.00 Uhr morgens bis ungefhr 17.00 Uhr spter Nachmittag, also ca. 11 Stunden.
Wir spielten einige Mglichkeiten durch, am besten erscheint uns die Mglichkeit, wir fahren morgens um 4.00 Uhr in Asarum los und ein Mitarbeiter fhrt dann in Syke los. Wir verstndigen uns unterwegs, wo der Treffpunkt sein wird und der Austausch stattfindet.
Als die Mitarbeiter sich um 22 Uhr schon mal schlafen gelegt hatten, um um 4.00 Uhr fahren zu knnen, kommt um kurz vor 23 Uhr ein Anruf aus Deutschland. Zwei Mitarbeiter hatten die Sache noch einmal berdacht. Sie sind ein eingespieltes Team, fahren gleich los, wechseln sich ab, holen den Bewohner ab und bringen ihn in Basum ins Krankenhaus. Wir rufen dort in der Zwischenzeit an und kndigen die Ankunft an, damit die Operation gleich stattfinden kann. So wurde es gemacht
Die beiden Mitarbeiter waren um halb sieben Uhr morgens hier, 10 Minuten spter fuhren sie mit dem kranken Bewohner im Auto wieder ab.
Um 15.00 Uhr kamen sie im Krankenhaus Bassum an, der Bewohner war nchtern, die Untersuchungen gingen schnell und die OP fand wenig spter statt. Alles gut gegangen.
Bei uns konnte der Urlaub einfach so weiter gehen, was fr ein Geschenk der beiden Transporteure, anders htte es den ganzen Urlaub beeintrchtigt. Zwei Mitarbeiter fr zwei Tage anders beschftigt, das macht viel aus.
 
Natrlich war die Stimmung zunchst beeintrchtigt, alle machten sich Sorgen um den Mitbewohner, aber nach gelungener OP wendeten wir uns konzentriert der Erholung zu.
Anscheinend ging das besonders gut beim Shoppen in der Stadt, das war fr fast alle wichtig. Wir waren zwei Stunden in Karlshamn, viel zu kurz, wie wir spter hrten. Aber es ist dabei schon ein groer Teil des vorhandenen Geldes unter die Leute gebracht worden. Ein Bewohner hatte sich einen ziemlich groen Teppich gekauft. Wie werden wir den blo mitnehmen knnen nach Deutschland? Werden wir, denn der Teppich ist wichtig!
 
Einige Bewohner hatten sich im Vorfeld besonders schne Schuhe gekauft und weil sie gerade diese Schuhe absolut toll fanden, war es dann nicht mehr so wichtig, ob es auch genau die passende Gre war. War es nmlich nicht und so fiel das Laufen damit schwer und machte Beschwerden und entsetzlich schlechte Laune. Aber es gibt auch in Karlshamn Schuhgeschfte und so sind diese kleinen Sorgen und grere Druckstellen auch gelst. worden.
Abends grillten wir Massen von Fleisch, fr jeden das Passende, Schwein, Rind, Hhnchen und natrlich besonders leckere Gemsespiee fr die Vegetarier und Veganer. Dazu gab es viel von einem sensationell schmackhaften Kartoffelsalat, es blieb fast nichts ber.
Die Nacht war sehr unruhig. Einer der Hunde hatte Bauchweh, jammerte und wollte dauernd hinaus und immer, wenn ich mit dem Hund drauen unterwegs war, gleich, zu welcher Nachtzeit, war drauen jemand bereit, mich zu begleiten und mich zu unterhalten.
 
Fr Mittwoch war Regen angesagt und tatschlich regnete es auch, ungewohnt nach der langen Trockenheit. Wir freuten uns, es war khl und nass.
Wer unsere Tradition kennt, wei, was jetzt kommt: bei Regen fahren wir in den Elchpark, schauen uns die Elche an und grillen uns Elchwrste auf offenem Feuer. Eine kleine Gruppe freundete sich damit nicht an und entschlo sich, eine anspruchsvolle Wald- und Felsenwanderung in der Nhe des Alljungensees zu unternehmen. Kaum dort angekommen, donnerte es krftig und es began zu schtten.
Die Gruppe entschloss sich ohne Zgern, die Wanderung zu machen, wurde richtig pitschnass und immer munterer und sehr gut gelauint. Es machte in der Tat Riesenspa, diesen Pfad miteinander zu bewltigen, sich dabei angeregt zu unterhalten und immer nasser zu werden. Es war nicht kalt und die Nsse von Kopf bis Fu tat dem Wandererlebnis keinen Abbruch.
Wir trochneten unsere Haare mit einem Handtuch ab, so gut es ging, fuhren dann nach Karlskrona, shoppten fr das Abendessen bei Admiralen, Riesenladen mit u. a. gefhlt mehr als hundert Sorten leckeren Joghurt. Danach mussten wir uns bei Subway krftigen. Das gelang.
Die Fahrt zurck nach Karlshamn verkrzte uns eine CD von Rainald Grebe. Angekommen zogen wir uns um und begannen zu kochen, Chili in drei Variationen, con carne, vegetarisch und wegen einer Allergie sehr speziell... Wir aen gemeinsam am Lagerfeuer, es fing dann wieder an zu regnen und der Tag war auch anstrengend genug, noch die verordneten Anwendungen bei den Bewohnern, wie jeden Tag mehrmals, durchfhren, noch ein paar Schreiereien besnftigen, sich noch von der Fahrt in den Elchpark bei Kosta erzhlen lassen, der war auch gut, das Grillen natrlich auch.


 

Dann dokumentierten wir den Tag, planten die Aktivitten fr die nchsten Tage, bemerkten gar nicht richtig, dass heute schon Bergfest ist.
Einige gehen noch zum Duschen, ca. 1 km entfernt...ein schner Abendspaziergang, es trpfelte auch nur noch. Wieso sind wir nur so mde??
 
Ach ja, es gab noch den Spruch des Tages: wenn gar nichts mehr geht - rauchen!
 
Donnerstag, 14.06.2018
 
Die Hlfte des Urlaubs ist um, das Geld noch nicht ganz alle. Fast jeder kommt und fragt: wann fahren wir wieder in die Stadt und kaufen ein? Bisher waren wir jeden Tag in der Stadt und haben krftig fr gute Umstze in den Lden gesorgt Deshalb wird es heute einen einkaufsfreien Donnerstag gegen. Motto : SEIN statt HABEN
 
Bis auf drei Bewohner marschieren wir alle los, die lange Wandertour zum Lilla Kroksj, um den ganzen Lilla Kroksj herum und wieder zurck. Lange Strecke, lnger als der Name vermuten lsst.
Das Tempo ist gemchlich, der Trupp zieht sich weit auseinander. Die Hunde laufen mal ganz vorn mit, mal kommen sie hinterher, es gibt so viel zu erforschen. Das versuchen wir auch. Manchmal bleiben wir stehen, schauen in den Wald hinein, staunen ber die riesigen Felsen, ber die moosbewachsene Walderde und versuchen uns vorzustellen, wie es ausehen wrde, wenn der ganze " Felsen Schweden" einfach kahl wre. Monumental, finden wir - und sehr unwirklich. So wandern wir weiter und teilen uns unsere Gedanken mit, ein reger Austausch, irgendwie sehr schn. Und dann sind wir doch tatschlich schon am Lilla Kroksj, nicht zu glauben. Dort treffen wir sehr viele Mcken, die Kommunikation mit denen ist nicht so freundlich wie heute untereinander. Wir haben allerdings bald das deutiche Gefhl, den Krzeren zu ziehen, rauchen auf, die Sigkeitstten sind auch schon leer, alle haben gut Wasser getrunken, weiter.
Es wird felsig und die Wanderer helfen sich untereinander, die Klippen zu bewltigen. Es ist einfach jttefint, dabei sein zu drfen und diese Gemeinschaft zu erleben. So bleibt es, bis wir wieder zu Hause bei den Hten eintreffen. Wir reden, die Themen gehen nicht aus, niemand redet ber andere, es wird nicht bewertet, wenn jemand mal schwchelt, sondern Mut gemacht und geholfen. Gestern beim Wandern mit Dauerregen, Donner und anspruchsvollem Terrain war Stimmung und Urlaubssgefhl schon sehr ausgeprgt, aber heute haben alle noch einmal etwas draufgepackt.
Niemand muss wie sonst mit dem Auto von der Strecke gesammelt werden, alle kommen kaputt und sehr zufrieden an, in verschiedenen Gruppen, die erste Gruppe war mchtig schnell gewesen, hatte noch einige andere Plne fr den Tag. Schwimmen, Kanu fahren, Fussball spielen, sudoku lsen. lesen, Urlaub.
Abends essen wir wieder alle gemeinsam am Feuer unsere warme Mahlzeit, heute leckeres Gemsecurry.
Tatschlich folgt darauf die erste ruhige Nacht.
 
Freitag, 15.6.18
 
Heute sollte die Schrenfahrt stattfinden. Das Wetter versprach sehr sonnig zu werden und es wehte ein fr manche Teilnehmer beunruhigender Wind. Leider fing der Tag schon etwas holperig an. Christa hatte Migrne und konnte nicht mitfahren und da es Juno auch immer noch nicht gut ging, blieben die Hunde auch zu Hause.
 
Nach einer etwas chaotischen Hinfahrt, bei der ein Bus mit Navi eine vllig neue Strecke erkundete, trafen wir uns dann doch wieder auf dem Parkplatz, auf dem wir immer gemeinsam parken.
Da wir uns gestern schon als Gruppe angemeldet hatten, kamen wir auch ohne Probleme aufs Schiff. Einige stiegen gleich hinauf aufs Sonnendeck, wo es schon angenehm warm war, die Meisten gingen gleich nach unten, um zu prfen, ob der Kaffee dieses Jahr genauso gut war wie im Letzten. Zur groen Enttuschung vieler war der Kaffee noch gar nicht aufgesetzt und der brennende Durst musste vorlufig mit einer Cola gelscht werden.
Dann legten wir ab, Sonnencreme wurde verteilt, Geld ausgezahlt und dann wurde es auch schon etwas schaukeliger. Der wind war ganz ordentlich und auf dem offenen Wasser hatte sich schon eine Welle aufgebaut, die unser kleines Schiffchen ganz gut in Bewegung brachte. Glcklicherweise hatten wir ja fr alle Lebenslagen Pillen mit und so konnten wir auch dieses Problem bewltigen.
 
Wir fuhren bei schnstem Wetter an vielen kleinen und greren felsigen Inseln vorbei, hielten kurz bei Trn an mit seinen bezaubernden bunten Holzhuschen und fuhren weiter zwischen vielen Inseln hindurch, teils unbewohnten, teils mit hbschen kleinen Husern bestanden.
Nach gut anderthalb Stunden erreichten wir Tjr. Bevor die letzten ausgestiegen waren, hatten die ersten schon im neuen Cafe platz genommen. Wir konnten sie aber berzeugen, gemeinsam mit den anderen zu unserem alten Treffpunkt zu gehen, der ja dank des neuen Anlegers hchstens 200 m entfernt war. Dort schmierten die Mitarbeiter im Eiltempo 80 Brtchen nach individuellen Wnschen (Wurst oder Kse) und andere verteilten Bockwrste, um schnell den grten Hunger zu stillen.

Dann ging es mit fast allen Bewohnern auf die kleine Wanderung. Mehrere brauchten Hilfe in dem teilweise schwierigen Gelnde, aber mit guter Untersttzung erreichten alle den ersten Rastpunkt, der eine schne Aussicht bot ber das Meer und die felsige Kste. Nach kurzer Erholung ging es wieder weiter durch hgeliges Gelnde zum Ausgangspunkt zurck.


Dann kurze Pause mit Medikamenetenausgabe. Dann die Frage, wer noch mit auf die grere und anspruchsvollere Wanderung wolle. Betretenes Schweigen bei manchen, manchmal auch lauter Protest. Viele spontane Unpsslichkeiten, auf dem Boden gab es interessante Dinge zu sehen. Dann ging doch noch eine recht groe Gruppe los, der Weg zuncht harmlos, aber immer schn. Meerblick nach rechts und links, wunderbare Felsformationen. dann mussten wir eine recht glatte und steile Felsenstelle hinauf und dann noch einmal. Schwierig, schwierig, aber alle haben es geschafft. Dann den Weg suchen, der eigentlich gelb markiert sein sollte. Unwegsames Gelnde mit Steinen, Felsen und Abgrnden. Dann irgendwanndie gelbe Markierung und es wurde einfacher. Die Landschaft immer wunderbar und alle haben es genossen.
 

Am Trefffpunkt angekommen, konnten wir noch etwas verschnaufen, dann runter zum Anleger, das Schiff kam auch bald und der Wind war nicht gerade weniger geworden. Es schaukelte noch mehr als am Morgen, dazu Sonne und Meer, das fhrte zu manchem Sonnenbrand auf dem Oberdeck, unten schliefen die Meisten, es war ein anstrengender Tag an der frischen Seeluft gewesen. Nach zweistndiger Fahrtdurch die schwedische Schrenwelt kamen wir dann in Karlshamn an. Schon im Vorbeifahren konnten wir an unseren Bussen die leuchtend gelben Strafzettel sehen. Wie konnte das sein? Wir parken hier seit vielen Jahren und belegen mit 4 Bussen ein Busparkplatz. Dumm gelaufen und leider auch teuer. 500 Kronen pro Ticket, rechnet es selber aus.....
 

Natrlich war noch Geld briggeblieben, so eine Insel bietet einfach nicht genug Mglichkeiten. So blieb eine Gruppe noch in der Stadt, eine fuhr noch einkaufen fr das Abendessen und eine direkt zu dem Htten. Alle wurden aber noch aufgehalten durch einen langen Konvoi von riesigen LKW, besetzt mit wild feiernden Abiturienten.. Wildes Gehupe und lautes Gegrle, aber eine gute Stimmung. Irgendwann kamen wir erschpft auf dem Zeltplatz an. In krzester Zeit wurde der Grill angeschmissen und ein kstlicher Nudel-Ruccolasalat gezaubert und dann saen wir wieder alle am Feuer und waren fr einen Moment sehr zufrieden.
 
Sonnabend, 16.06.2018
 
Letzter Tag in Schweden, wir hatten uns alle gemeinsam vorgenommen, den Tag ruhig und gemtlich verlaufen zu lassen, alles ohne Stre:
Packen, Htten grndlich reinigen, frs Bffet am das Essen Abend vorbereiten,dafr natrlich zum Kvantum oder wohin auch immer fahren und shoppen, Duschkarten einsammeln, es fehlen drei, mit Bert den Zeitplan fr morgen frh festlegen und alles soweit fertig machen, dass wir morgen frh einigermaen gut loskommen. Verwegener Plan: 9.15Uhr. Das hatten wir noch nie geschafft, eher eine Stunde spter.
Aber das motivierte uns.
Das Wetter war wie fast immer gut, Sonne, ein paar vereinzelte Wolken, die, wenn sie die Sonne verdeckten, auch gleich den Wind merken lieen.
Gestern hatten Viele auf dem Schrendampfer einen krftigen Sonnenbrand bekommen. Fast bei allen war die sensationelle Rte von gestern in sattes Braun bergegangen, sah gut aus, sehr erholt.
 
Unsere Planung versprach zunchst gut aufzugehen, wre da nicht pltzlich das psychotische Erleben einer Teilnehmerin uns allen in die Quere gekommen.
Sie stand am See und sah ihre Mutter auf der anderen Uferseite sitzen. Also strzte sie sich komplett bekleidet in die Fluten und schwamm recht mhsam -mit Kleidung und Schuhen-und doch entschlossen los. Sie htte es niemals ber den See geschafft. Zwei unserer Mitarbeiter sind Rettungsschwimmer und waren in Sekunden zur Stelle. Sie haben die Frau mit erheblichem Aufwand bei krftiger Gegenwehr aus dem Wasser geholt.
Einige Zeit spter hatte die Frau, diesmal wirklich dick angezogen, weil ihr vom Schwimmen noch so kalt war, den nchsten starken Impuls, ber den See schwimmen zu wollen, weil sie ihre Mutter am amderen Ufer wieder zu sehen glaubte.
Mhsam konnten wir sie davon abhalten, wieder in den See zu springen. Stattdessen fuuhr sie mit zwei Mitarbeitern in einem Kanu ber den See, um zu schauen, ob die Mutter wirklich da sei. Danach war einige Stunden Ruhe, wir hatten ein kstliches Bffet, reichhaltig und sehr lecker, alle langten mchtig zu.
Es wurde dann doch noch hektisch, die Busse fllten sich, eigentlich mssten wir doch weniger mitnehmen, sah aber nicht so aus..wohin kommt blo der groe Teppich?
Es wurde abends spter und wir waren mchtig erschpft von dem Tag.
 
Alle hoffen auf eine ruhige Nacht, damit wir morgen alle wieder gut nach Hause bringen knnen.